Markus studiert!

Mein Fazit zum Medieninformatik-Studium

Wie bereits nach dem ersten und dem zweiten Jahr geschehen, ziehe ich nach mittlerweile drei Jahren Studienzeit ein Abschlussfazit zu meinem Medieninformatik-Studium.

In den letzten beiden Semestern konnte ich endlich so studieren, wie man es sich eigentlich vorstellt: man hat Zeit, sich mit den anstehenden Themen ausführlich zu beschäftigen. Das Betriebspraktikum habe ich bereits direkt nach Ende des vierten Semesters begonnen und Ende Oktober abgeschlossen. So hatte ich bereits kurz nach Beginn des fünften Semesters nur noch drei Kurse: die große Wahlpflicht-Liste mit 10 CP, in der ich Mobile Computing belegt habe, das Fachseminar und Unternehmensgründung für die zweite Wahlpflicht-Liste. Zusätzlich musste ich mich noch um die Wiederholung der Computer-Grafik-Klausur kümmern. Der Umfang an gleichzeitig zu behandelnden Themen war also sehr überschaubar und dementsprechend war ich in der Lage, mich zwei bis drei Tage pro Woche nur um Mobile Computing zu kümmern – ein Fach, dass mir extrem viel Spaß gemacht hat. Dieser Zeitaufwand für ein einzelnes Fach wäre in den vorigen Semestern undenkbar gewesen. Wie auch in den anderen beiden Fächern kam eine zweite Besonderheit hinzu: zum ersten Mal nach zwei Jahren hatte ich eine Wahl. Ich konnte mir die Fächer in einem gewissen Rahmen frei aussuchen. Und Stoff, den man lernt, weil man ihn lernen möchte, lernt man natürlich um so leichter. Mobile Computing und das Fachseminar sind zudem keine Lernfächer mit einer Klausur am Ende, sondern werden anhand der Leistung, die man über das Semester verteilt erbringt bewertet.

War das fünfte Semester schon entspannt, habe ich mir im sechsten Semester was gegönnt: nur Studium. Besonders in den drei Monaten, in denen ich meine Thesis schrieb, habe ich auf Nebentätigkeiten verzichtet. Keine Freelancer-Jobs, kein Werkstudium. Nada. Lediglich das dritte Wahlpflichtfach mit Security habe ich Mittwochs besucht. An den anderen Tagen der Woche stand nur noch die Thesis auf dem Plan. Auch das hat sich bezahlt gemacht, denn ich bin ganz entspannt durch die drei Monate gekommen, ohne dass ich am Ende in zeitliche Bedrängnis gekommen bin. Die Benotung und das Feedback der Prüfer bestätigen das. Die Thesis hat mir auch die Möglichkeit geboten, viele der Themenbereiche, denen ich während des Studiums begegnet bin, wieder aufzugreifen. Vor dem Studium hätte ich mir solch eine Ausarbeitung erstens nicht zugetraut und zweitens wohl kaum in dieser Form abliefern können. Einen negativen Punkt muss ich hier aber anbringen: arbeitet man das restliche Studium quasi nur in Teams, steht man im sechsten Semester auf einmal alleine da. So ein akademischer Abschluss muss dann halt doch letztendlich allein erworben werden.

Insgesamt waren die beiden letzten Semester also echte Highlights: Themen ausarbeiten, die man sich selber aussuchen kann. Das findet sich in der echten Welt da draußen leider viel zu selten.

Noten

Das im fünften und sechsten Semester deutlich mehr Zeit für die einzelnen Fächer vorhanden war und man zudem nur noch Fächer hatte, die man sich selber ausgesucht hat oder (wie bei Fachseminar und Abschlussarbeit) man vollständig eigene Themen behandelt, macht sich direkt in den Noten dieser beiden Semester bemerkbar. Durch diese hervorragenden Noten und die fast vierfache Gewichtung der Bachelor-Thesis und des -Kolloquiums konnte ich meinen Notenschnitt von 1,73 nach dem vierten Semester auf 1,51 nach Abschluss aller Prüfungen deutlich verbessern.

Damit schließe ich das Studium mit der Note 1,5 ab.
Der entsprechende ECTS-Grad ist: A.

Hier ist meine vollständige Notentabelle:

Semester Kurs CP Note
1 5010 Analysis 5 2,0
1 5020 Grundlagen der Signalverarbeitung 4 2,2
1 5510 Englisch für Informatiker 2 1,3
1 6010 Einführung in die Gestaltung 6 1,0
1 6030 Programmieren 1 MI 6 1,0
1 6020 Einführung in die Informatik 5 1,7
1 5520 Präsentation und Rhetorik 2 2,0
2 5030 Lineare Algebra 5 3,3
2 5530 Einführung in das Recht 2 2,3
2 5540 Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre 2 1,7
2 6040 Gestaltung elektronischer Medien 5 1,0
2 6050 Algorithmen und Datenstrukturen 6 2,1
2 6060 Programmieren 2 MI 5 1,0
2 6070 Auszeichnungssprachen 5 1,2
3 6090 Programmieren 3 MI 5 2,4
3 6080 Automatentheorie und Formale Sprachen 4 3,3
3 6110 Datenbanksysteme 5 1,3
3 6100 Softwaretechnik 5 1,5
3 5050 Grundlagen audiovisueller Medien 4 1,3
3 5040 Mathe 3 5 3,3
3 5550 Wirtschaftsrecht 2 3,0
4 6120 Animation und Film 6 1,7
4 6150 Computergrafik 5 2,2
4 5570 Einführung in die Medienökonomie 2 1,0
4 6160 Rechnernetze und Netzwerkprogrammierung 5 1,7
4 6130 Softwaretechnik Projekt 7 1,0
4 6140 Web-basierte Anwendungen 5 1,0
5 6180 Betriebsysteme und Rechnerarchitektur 5 1,9
5 6190 Fachseminar 4 1,0
5 6190 Wahlpflichtfach: Unternehmensgründung 5 1,3
5 6190 Wahlpflichtfach: Mobile Computing 10 1,0
6 6190 Wahlpflichtfach: Security 5 2,0
6 9200 Bachelor-Kolloquium 3 1,0
6 9100 Bachelor-Thesis 12 1,0

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Damit geht eine sehr anstrengende, aber vor allem lehrreiche Zeit zu Ende, in der ich mir nicht nur einen akademischen Titel erworben habe, sondern in der ich mich auch persönlich weiterentwickeln konnte. Das Studium hat mich aus einem bequemen Angestellten-Verhältnis geholt und mir völlig neue Möglichkeiten aufgezeigt: zur Finanzierung meines Lebensunterhaltes habe ich – neben dem Stipendium – als Freelancer Geld verdient. Heute kann ich mir eigentlich nicht mehr vorstellen wieder als Angestellter zu arbeiten. Nicht zuletzt meine Arbeit mit vielen motivierten Mitstudenten in unzähligen, sehr erfolgreichen Projekten, sowie die Verbreiterung meines Wissens über die (Medien-)Informatik sowie der Aufbau eines Verständnisses für Softwareprojekte und deren Qualität im Allgemeine hat dazu geführt, dass ich nun verstärkt an eigenen Projekten arbeiten möchte. Oder zumindest an Projekte, die für mich selbst eine Herausforderung aber auch eine persönliche Befriedigung bieten – im Software-Dienstleister- und Werbeagentur-Umfeld, dass ich in den letzten Jahren kennen gelernt habe, finde ich dies leider nicht.

Ich werde das tolle Umfeld an unserem Fachbereich sehr vermissen, der sehr stark vom persönlichen und freundlichen Umgang der Studenten und Professoren mit- und untereinander geprägt ist. Wenn man ganzen Tag mit Genies, Freaks, lieben Menschen und tollen Typen zu tun hat – Professoren eingeschlossen – und sich jederzeit und überall ein offenes Ohr für Ideen, Spinnereien oder einfach nur dummes Geschwätz findet kann man sehr leicht die teilweise absurd hohe Arbeitsbelastung verschmerzen. Die Erinnerung an die Zeit, in der zum Teil sechs Abgaben gleichzeitig bearbeitet werden mussten, ist dann auch nur noch ein fahles Echo und man freut sich eher, dass man es trotz allem doch zu akzeptablen (< optimalen) Ergebnissen geschafft hat.

Für mich war das Studium ein voller Erfolg, ich sehr viel gelernt und ich habe das Gefühl, dass ich in jetzt Programmieren mit einer völlig anderen Sichtweise betrachte, als vor drei Jahren. Ich würde es wieder machen. Und zwar genau wieder dort, unter den Eichen.

Wie geht es weiter?

In meiner Thesis habe ich eine Anwendung entworfen, die ich nun auch auf den Markt bringen will: mit re:text wird es Anfang des nächsten Jahres möglich sein, Texte für die ersten Projekte zu verwalten. In den letzten Wochen habe ich mich aber zuerst einer anderen Baustelle gewidmet, und zwar wörtlich: aktuell arbeite ich tatkräftig an der Eröffnung eines Coworking Spaces in Offenbach, dem offenraum.

< 16. August 2012, 21:02 Uhr

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Schwarz auf Weiß: mein Zeugnis

Heute habe ich es abgeholt: mein Bachelor-Zeugnis.

Bachelor-Zeugnis

< 16. August 2012, 21:02 Uhr

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Offizielles Abschlusszeremoniell

Das Schlagen des Gongs ist das offizielle Abschlusszeremoniell im unserem Fachbereich. Prof. Dr. Weitz war so nett, meinen Bachelor-Schlag auf Video festzuhalten.

< 13. July 2012, 20:01 Uhr

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Werkschau Wiesbaden

Am vergangenen Donnerstag fand die alljährliche Werkschau Wiesbaden statt, bei denen Studeenten der Fachbereiche Kommunikationsdesign und Innenarchitektur der Hochschule RheinMain ihre Abschlussarbeiten vorstellen. Da ich an einer Arbeit beteiligt war, habe ich mich auf den kurzen Weg in den „Glaskasten“ gemacht und mir die „Show“ angesehen. Und in der Tat dient diese Veranstaltung dazu, Aufmerksamkeit auf die Fachbereiche und ihre Studenten zu lenken. Es wurde viel Aufwand bei der Dekoration der Räumlichkeiten gemacht, es gab eine Live-Band, Getränke und einen großen Besucherandrang. Gut 200 Gäste konnten sich in vielen Räumen auf zwei Etagen die Arbeiten ansehen und mit den Studenten ins Gespräch kommen.

Eine vergleichbare Veranstaltung kann ich mir beim besten Willen in den Fachbereichen Allgemeine Informatik und Medieninformatik einfach nicht vor stellen. Der kulturelle Unterschied tritt gerade hier sehr stark zum Vorschein. Auch wenn ich damit die Klischees bediene, Gestalter haben schon allein aufgrund ihres Berufes eine größere Affinität zur Kommunikation und sehen die Selbstdarstellung, zu der so eine Veranstaltung die perfekte Gelegenheit ist, als Teil ihres Berufsbildes an. Bei Informatikern wird man diese Bereitschaft zur öffentlicher Präsentation kaum finden. Ich finde aber, dass es keinem Absolventen schaden würde, als Teil der Abschlussarbeit einen kleinen Messestand zu konzipieren und sein Thema auf einem jährlichen Termin zu präsentieren — sicherlich können einige Themen nicht so sexy präsentiert werden, wie Abschlussarbeiten von Designer aber darum geht es gar nicht, sondern darum sich auch einmal die Lage von Nicht-Informatikern zu versetzen und ein Thema für diese Gruppe verständlich aufzubereiten. Diese Personen werden einem im späteren Berufsleben nämlich täglich begegnen.

Kaum originär digitales

Fast schockieren fand ich, wie wenige Themen sich mit digitale Medien beschäftigt haben. Von 34 gezeigten Arbeiten der Kommunikationsdesigner lassen sich nur drei wirklich digitalen Produkten zuordnen (Filme zähle ich nicht zu digitalen Medien). Neben Vorweg, einem Magazin für das iPad, fallen die Website zum Junior-ADC in diese Kategorie. YUHU gab es leider nicht zu sehen.

Immerhin fanden sich unter der vielfältigen Corporate Designs auch die obligatorische Entwürfe für Webseite und mobile App. Besonders gefallen hat mir dabei die Arbeite von Anastasia Lyutikova, die den Schwerpunkt auf den Online-Auftritt gesetzt hatte.

Die ganze Liste

  • Online
    1. Vorweg – iPad-Magazin über Zukunftsprognosen (Joscha Ilge)
    2. YUHU – Entwicklung einer videobasierten, interaktiven Gaming-Community (Xian Jin)
    3. Der neue Junior ADC (Peer Wierzbitzki & Christian Urbanski)
  • Print
    1. Concept Art für eine Digital Graphic Novel über »Assassin’s Creed« (Randy Anane)
    2. Perle – Fanzines über die Hansestadt (Alina Baer)
    3. Das Buch »Endzeit« beschäftigt sich mit den Auswirkungen und Zusammenhängen menschlichen Handelns und dessen Folgen (Esther Bartkowski)
    4. Wahrnehmung des Phänomens der Farbe Weiß (Marie-Niamh Dowling)
    5. »Birgitt & Heinz« – Eine Auseinandersetzung mit den Menschen Mama und Papa (Svenja Großmann)
    6. Illustration und Gestaltung eines Pen&Paper Regelwerks zum Science Fiction Spiel»Lost and Forgotten« (Julia Hansen)
    7. Das Unsichtbare im Sichtbaren – Ein Experiment zur Untersuchung von Bewegung (Anita Hohensee)
    8. Humorvolle und neuartige Umsetzung eines Verbrauchermagazins (Katrin Hüsch)
    9. Nowhere – Eine Annäherung an die Ferne (Anna Meyer)
    10. »GAWAINS WEG« (Sebastian Niepoth)
    11. Entwicklung und Gestaltung eines kreativen Ratgebers über die positiven Aspekte des Wartens (Agathe Schütze)
    12. Eine künstlerische Auseinandersetzung, die wesentliche Fragen zum Thema »Haarausfall« klärt, aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und kritisch hinterfragt (Benedikt Seemann)
    13. BABEL-Magazin (Diana Walaszek)
  • Corporate Design
    1. Kreation einer neuen Skateboardmarke, die sichüber ein okkultes Image positioniert (Robert Heinrich Bachmann)
    2. Öffentlicher Auftritt des Sportgeschäftes »Wildwechsel« in Mainz (Franziska Detlof)
    3. Entwicklung einer Strumpfhosenkollektion, Coporate Design und kommunikative Maßnahmen für eine Strumpfhosenmarke (Regina Gaul)
    4. Corporate Design für den Botanischen Garten Jena (Maria Geyer)
    5. Corporate Design für die fiktive, laktosefreie Produktlinie »lotta« (Lisa Heumann)
    6. Tierwelt – Inspiration für ein Fashion-Design-Projekt (Katrin Junge)
    7. Entwicklung einer ganzheitlichen Marken- und Kommunikationswelt für eine stationäre Golf-Shop-Kette (Christian Kramer)
    8. Corporate Design-spezifische Maßnahmen für eine Funkrockband (Helen Krisztian)
    9. Corporate Design und Marketingmaßnahmen für eine Lifestyle-Messe (Anastasia Lyutikova)
    10. Corporate Design und kommunikative Maßnahmen für eine E-Commerce und Web Development Agentur (Maria Michel)
    11. Erscheinungsbild und Werbemaßnahmen für ein neues Szenegetränk (Nina-Katharina Ruhwedel)
    12. Corporate Design und kommunikative Maßnahmen für eine neue Kräuterproduktmarke (Rose Schwarz)
    13. Kaffee und Kaufbares – Konzeption und Corporate Design eines Szene-Cafés (Diana Schweitzer)
    14. Schichtmich – Corporate Design für einen fiktiven Kuchendessertladen in Berlin (Marco Ullrich)
    15. Entwicklung und Gestaltung eines Erfrischungsgetränks (Ron Zander)
  • Motion Design
    1. Konzeption und Animation des 3D-Animationsfilms »Schwein gehabt« (Nikolas Biegel)
    2. Ein Musikvideo zu dem Song »VERKRUMPELT AUFGEWACHT« in einer morgendlichen After-Party-Situation umzusetzen ohne einen einzigen Kameraschnitt (Rea Severain)
    3. Konzept und Realisation eines animierten Kurzfilms (Jerome Zoller)

< 12. February 2012, 15:03 Uhr

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Studiengangsübergreifende Kooperationen

Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass die meisten Studenten es bedauern, dass es kaum Austausch zwischen den einzelnen Fachbereichen gibt. Gerade als kleiner Studiengang, der noch dazu inhaltlich ein Crossover-Studiengang zwischen Informatik und Gestaltung ist, macht sich dieser Umstand besonders deutlich bemerkbar. Um so interessanter ist es dann, wenn es zu diesen seltenen Ereignissen kommt. Am häufigsten wird man "fremde" Studenten als Teilnehmer in Kursen der höheren Semester kennen lernen. Über eine Möglichkeit, auch außerhalb des Stundenplanes zusammen zu arbeiten möchte ich an dieser Stelle berichten.

Durch einen Aushang an unserem schwarzen Brett bin ich auf Anna Meyer aufmerksam geworden, die Unterstützung bei der Erstellung einer Microsite suchte. Wie sich herausstellte, benötigte sie diese als Ergänzung zu ihrer Abschlussarbeit als Studentin im Fachbereich Kommunikationsdesign. Nach einem ersten Kennenlernen habe ich dann die Microsite auf Basis ihres Entwurfes umgesetzt — natürlich nicht ohne selbst auch ein wenig an der Umsetzung zu feilen. Die Zusammenarbeit mit Anna war auch im Hinblick auf die fachlichen Unterschiede eine tolle Erfahrung, Designer und Programmierer sind grundverschieden, so dass man bei solch einer Zusammenarbeit die interdisziplinären Fähigkeiten, die wir im Studiengang erlernen, auch anwenden kann ... Bei der Umsetzung der Microsite hatte ich, zumindest was die Technik angeht, freie Hand und habe die Gelegenheit genutzt, mir ein neues Webframework an zu schauen.

Die Microsite findet sich aktuell unter nowhere.coderbyheart.de, der komplette Quellcode meiner Umsetzung ist auf GitHub frei verfügbar.

Anna hat ihren Abschlussprüfung zum Bachelor of Arts übrigens mit einer 1,0 abgeschlossen, da macht es doch wirklich Spaß, einen Teil dazu beigetragen zu haben.

< 01. February 2012, 22:55 Uhr

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Snack-Automaten wieder aufgestellt

Im Gebäude der Camera finden sich seit ein paar Tage wieder die Snack-Automaten, die vorher im Gebäude der Medienwirtschaft standen.

Eat-o-Mat unter den Eichen Eat-o-Mat unter den Eichen

< 18. November 2011, 12:01 Uhr

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Achievement unlocked!

Im Studium zählen am Ende des Semesters eigentlich nur die Noten — deswegen ist es etwas besonderes wenn man für seine Arbeit auch einmal eine etwas andere Belohnung erhält:

Jöndhard Biffel Softwaretechnik Wanderpreis

Für unsere Arbeit im Softwaretechnik-Projekt haben wir den Jöndhard Biffel Softwaretechnik Wanderpreis erhalten. Alle Preisträger erhalten auch eine diese hübsche Urkunde.

Die 17 € Preisgeld werden wir am Ende des fünften Semesters verflüssigen.

< 28. October 2011, 09:40 Uhr

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Listenfächer

Im Bachelor-Studium hat man bis zum fünften Semester keine Wahl, der Lehrplan ist vorgegeben. Nach zwei Jahren haben wir zum ersten Mal die freie Wahl, in drei Listenfächern MI, GI und W jeweils ein Modul zu wählen.

Leider wird in Großteil der vorgesehen Module nicht angeboten, insofern ist die Wahl auch nicht mehr ganz so frei — gerade wenn man sich die Liste W ansieht ...

Nachfolgend die Liste der Module, die durchgestrichenen werden nicht angeboten. Die mit * markierten wurden im vergangenen sechsten Semester angeboten und werden vermutlich auch im folgenden sechsten Semester wieder angeboten.

Update #1

Nachdem ich mit Hilfe dieser Doodle-Umfrage versucht habe, den tatsächlichen Bedarf der Studenten an Listenfächern zu ermitteln, wurde das Angebot für das Wintersemester 2011/2012 angepasst. Diese Änderungen habe ich nun im Artikel integriert: Statt Web-Engineering im 6. Semester wird Mobile-Computing im 5. Semester angeboten, in der Liste W gibt es zusätzlich dieses Semester ein Angebot zu Unternehmensgründung durch die Hochschule.

Übersicht

Angebotene Listenfächer im Studium

Liste MI

Die Liste MI ist eine Auswahlliste mit Modulen zu speziellen Gebieten der Medieninformatik. Sie ist mit 5 CP gewichtet.

Programmieren in C++
Freispeicherverwaltung, Klassen, Vererbung, Templates und generische Programmierung, Entwicklungsumgebungen, GUI-Programmierung
Mensch-Maschine-Kommunikation
Interaktionstheorien und Prinzipien, Grundsätze ergonomischer Dialoggestaltung, Interaktionsdesign, Oberflächendesign, Benutzbarkeitstests
Künstliche Intelligenz*
Wissensrepräsentation und Inferenz, Regeln und Regelverarbeitung, Suchverfahren, Maschinelles Lernen, Natürliche Sprache, Bilderkennung
Seminar Wirtschaftsinformatik*
Geschäftsprozessmodellierung, Architektur betrieblicher Informationssysteme, ERP-Systeme, E-Business, Rechtssichere Prozesse
Computergrafik für Education und Entertainment
e-Learning, Storytelling, Simulierte Welten, Autorensysteme, Game Engines, Lernplattformen
Security
Spezielle Bedrohungen, Security Engineering, Symmetrische und asymmetrische Verfahren, Signaturen, Authentifizierung, Public-Key Infrastruktur
Virtual Reality Systeme
Raumwahrnehmung, Tracking, Skalierbarkeit, Echtzeittechniken, Sprach- und Gesteninteraktion, Architektur von VR-Systemen

Liste GI

Die Liste GI ist eine Auswahlliste mit Modulen zu Vertiefungsgebieten der Gestaltung und der Informatik. Sie ist mit 10 CP gewichtet.

3D-Animation
Modellierung, Shading, Lighting, Animation, Dynamics, Rendering
Datenbank-Technologien
Meta-Datenbanken, Mehrsprachigkeit, Verteilte Datenbanken, Multidimensionale Datenbanken, Objektorientierte Datenbanken, Datenbank-Interna
Echtzeit Computergrafik
Echtzeitgrafiksysteme, Game Engines, Datenrepräsentation, Raumstrukturanaylse, Rendering, Raytracing, Verhaltenssimulation
Mobile Computing
Funkübertragung, Mobilfunksysteme, Mobile Netzwerk- und Transportschicht, Plattformen für mobile Dienste, Ressourcenmanagement
Digitale Bildanalyse*
Strukturen digitaler Bildverarbeitungssyteme, Orts- und zeitabhängige Quantisierung, Texturen, Klassifikationen, Bildentzerrungen, Farben
Systemprogrammierung*
Systemaufrufe, Systemprogrammiersprachen, Ein-/Ausgabe, Speicherverwaltung, Prozessmanipulation, Prozess-Kommunikation, Netzwerkdienste
3D-Rekonstruktion und Modellierung
Objektmodelle und Szenenmodelle, 3D-Scanning, Objektrepräsentation, Modellierungstechniken und –software, Komplexitätsreduktion
Content- und Wissensmanagement
Strukturierung von Inhalten, Information Retrieval, Wissensakquisition, Benutzer und Rechteverwaltung, Prozesse, CMS-Systeme
E-Business Standards und Automatisierung
Geschäftsprozesse, Ident-Systeme, Klassifikations- und Katalogdatenstandards, Transaktionsstandards, Mapping, Messaging,
Tracking
Internet-Kommunikationssysteme
Übertragung von Medien-Datenströmen, IP-basierte Kommunikationssysteme, Sprachdialogsysteme, Sprachanwendungen
Komponenten-Architekturen
Komponententechnologien, Entwicklungsframeworks, Serverseitige Komponenten, Ressourcen Management, Designpatterns
Multimediale Gestaltung und Interaktion
Problemanalyse, Zeit- und Budgetplanung, Projektkonzeption, Media-Mix, Navigationssystematik, Informationsdesign, Style Guide
Sichere Systeme
Risiken und Sicherheitsanforderungen, Sicherheitskonzepte, technische Schutzmassnahmen, Sicherheitskomponenten, Sicherheitswerkzeuge
Telekommunikation
Lokale Netze, Routing, Switching, Dienstgütearchitekturen, Integrierte Daten- und Sprachnetze, Verzeichnisdienste
Web-Engineering
Requirements Engineering, Modellierung und Architektur von Web-Anwendungen, Web-Design, Web-Projektmanagement, Testen, Betrieb, Wartung

Liste W

Die Liste W ist eine Auswahlliste mit Modulen aus dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften. Sie ist mit 5 CP gewichtet.

e-Government
Geschäftsprozessmodellierung, IT-Management, Systemtechnische Konzepte, Standards- und Architekturen von E-Government-Anwendungen, IT-Sicherheit in der öffentlichen Verwaltung, Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
Unternehmensgründung
Businessplanung, Ziele, Strategien, Leistungs- und Produktportfolio, Management, Finanzplanung, Rechtsformen
Grundzüge der Volkswirtschaftslehre
Volkswirtschaftliches Rechnungswesen, Internationaler Handel, Unternehmen im Wettbewerb, Arbeitsmarkt, Innovation, Wirtschaftspolitik
Projektmanagement
Projektarbeit, Projektmanagement im Unternehmen, Informationsmanagement, Risikomanagement, Soziale Kompetenz
Unternehmensplanspiel
Betriebliche Entscheidungsprozesse, Planung Produktion und Absatz, Planung Finanzierung und Liquidität, Kostenzuordnung und Kostenoptimierung

< 17. August 2011, 10:00 Uhr

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Bewertete Abgaben im vierten Semester

Das vierte Semester war nach meinem Gefühl das bisher anstrengendste des Studiums. Allein für das Softwaretechnik-Projekt habe ich im Schnitt 16 Stunden pro Woche investiert — dank Zeiterfassung mit mite kann ich das ziemlich genau sagen.

Grund für diese Belastung war vor allem die große Menge an bewerteten Abgaben, die wir während des Semesters ausarbeiten mussten. In der Grafik habe ich diese mal zusammengestellt.

Bewertete Abgaben im 4. Semester

In manchen Wochen hat man so bis zu sechs Themen auf der Todo-Liste, die alle bearbeitet werden wollen. Da bleibt es leider nicht aus, dass man priorisieren muss und einige Abgaben nur mit dem geringst möglichen Aufwand erledigt werden. Das ist natürlich für einen selber überhaupt nicht befriedigend, aber, wie schon hier beschrieben, ist das Studium ein Vollzeitstudium und jetzt im vierten Semester macht sich das voll bemerkbar.

Leider führen diese Kompromisse dazu, dass man bestimmte Inhalte nur soweit wie nötig lernt, um die Aufgabe eines Testates zu erfüllen und sich dieses Halbwissen dann sehr schnell wieder verflüchtigt — meiner Meinung nach lässt das der Semesterplan aber gar nichts anderes zu, es ist also zum Teil gewollt oder wird zumindest in Kauf genommen.

Hier nun die Abgaben im Einzelnen:

Computergrafik

Los geht es mit Computergrafik, hier soll ein OpenGL-Viewer ähnlich zu Google Body entwickelt werden. Gnädigerweise ist der Funktionsumfang sehr eingeschränkt und man hat bis weit nach Ende des Semesters dazu Zeit. Während dem Semester erarbeitet man sich zusätzlich Grundlagen rund um PyOpenGL, die man für die Abgabe auch zwingend braucht. Allerdings müssen sich große Teile der Abgabe auch selber erarbeitet werden und sind auch nicht Thema in Vorlesung und Praktikum  — endlich mal ein wenig Abwechslung zu dem sonst sehr stark vorverdauten Inhalten des Studiums. Nachteilig daran ist dann natürlich der erhöhte Aufwand und die Unsicherheit, ob das, was man versucht auch zielführend ist.

Softwaretechnik

Im vierten Semester sicherlich der Schwerpunkt. Hier fließt im Verhältnis zu den vergebenen Creditpoints überdurchschnittlich viel Zeit rein. In meinem Fall habe ich 37% mehr Zeit investiert, als für ein Fach mit 7 Creditpoints vorgesehen ist — damit habe ich schon zwei Tage pro Woche nur für ein Fach investiert. Der Spitzenreiter aus meinem Team liegt bei 79% mehr (21 Stunden pro Woche).

Die Abgaben bestanden im diesem Fach aus vorgegebenen Meilensteinen, bei denen wir zwar die Termine selber wählen konnten, die aber zeitlich mindestens eine Woche auseinander liegen mussten.

Abzugeben waren das Pflichtenheft (PDF, 59 Seiten), das Designdokument (PDF, 150 Seiten), zwei lauffähige Zwischendemos, sowie natürlich die fertige Anwendung.

Animation und Film

In der ersten Hälfte des Semester gab es in diesem Fach sechs Wochen lang Einzelabgaben in denen diverse kleinere Aufgaben in Flash zu lösen waren. Der Aufwand hielt sich für mich in Grenzen, trotzdem war ich immer mehrere Stunden pro Woche damit beschäftigt.

In einer Gruppe mit vier Personen mussten dann wöchentlich noch filmtheoretische Themen ausgearbeitet werden, die jeweils den Umfang von bis zu sechs Seiten hatten und bei denen jedes Mal auch eigenes Material in Form von Fotos erstellt werden, oder zumindest passendes Filmmaterial recherchiert und geschnitten werden musste.

In der zweiten Hälfte musste dann eines der sechs Themen (Format, Einstellung, Kadrierung, Grafische Gestaltungselemente und die Kameraperspektive, Optik in der Bildgestaltung, Dialogauflösung) in Form eines interaktiven Lehrfilmes in Flash umgesetzt werden — was dank der großartig beschissenen Flash-IDE eine wahre Freude war.

Web-basierte Anwendungen

Die Abgaben in web-basierte Anwendungen bestand aus zwei Umsetzungen der gleichen Aufgabe, einer Studentenverwaltung, in PHP und JSP/JSF. Jeweils in nur knapp zwei Wochen musste die Umsetzung fertig gestellt werden. Eigentlich keine große Sache, aber durch den engen Zeitrahmen und der notwendigen Koordinierung im Viererteam war auch das stressig — gerade wenn die zweite Abgabe parallel zum Release in Softwaretechnik lief.

Rechnernetze

Für die Abgabe in Rechnernetze hatten wir eigentlich genug Zeit — was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass der Professor, der in diesem Semester Softwaretechnik betreut, auch dieses Fach betreut. Trotzdem trägt das natürlich zu den vielen Themen bei mit denen man sich im Lauf des Semesters gleichzeitig beschäftigen muss.

< 31. July 2011, 10:47 Uhr

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Studieren und Arbeiten?

Gestern war ein ehemaliger Krawall-Kollege bei mir, um ein paar Infos zum Studium ein zu holen. Insbesondere stand für ihn die Frage der Vereinbarkeit von Studium und Berufstätigkeit im Vordergrund — die ich nach inzwischen dreieinhalb Semesters ganz gut beantworten kann: es ist quasi unmöglich.

Zum einen ist der Studienplan auf ein Vollzeitstudium ausgelegt. Das bedeutet, in der Regel ist man in der Woche locker 30 Stunden in der Uni vor Ort, und wird zusätzlich noch mit Praktikumsaufgaben, Abgaben, Testaten und Projekten auf Trab gehalten, die je nach Fach mal über 2 Wochen gehen, oder auch das ganze Semester dauern.

In Summe kommt man so bestimmt auf eine 40 bis 60 Stundenwoche — dass da keine Zeit mehr bleibt, um einer regelmäßigen Beschäftigung nach zu gehen versteht sich von selbst.

Gerne wird auf den freien Dienstagnachmittag verwiesen, der laut Plan in jedem Semester frei ist, allerdings finden dort dann z.B. Tutorien statt, oder, wie jetzt im vierten Semester, verwendet man diese Zeit, für Meetings der laufende Projektgruppen, da zu dieser Zeit ja alle keine reguläre Veranstaltung haben.

Nebenbei arbeiten funktioniert also, wenn man den Abschluss in der Regelstudienzeit anstrebt nur, wenn man Abstriche an die eigene Leistung macht, oder das Glück hat, gut bezahlt zu werden.

Praktisch trifft das aber auf fast niemanden zu, also muss man eine Alternative einplanen.

Es bestimmt immer die Möglichkeit, Kurse zu schieben, d.h. sie nicht entsprechend des Studienplanes zu absolvieren, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, dadurch bekommt man fast für jeden geschobenen Kurs einen ganzen freien Tag, da die Vorlesung und Praktika des Kurses meist am gleichen Tag liegen.

Auch bietet es sich bei uns an, ähnliche Kurse, wie z.B. Einführung in die BWL und Medienökonomie im gleichen Semester zu machen, da diese vom gleichen Dozenten angeboten werden. So kann man Synergien zwischen den beiden Fächern nutzen.

Allerdings muss man aufpassen, dass man nicht die falschen Kurse schiebt — Algorithmen und Datenstrukturen zu schieben und Programmieren 3 zu machen ist eine schlechte Idee.

Unser Professoren sind dafür dann der richtige Ansprechpartner, da sie am besten wissen, welche Fächerkombinationen am besten verschiebbar  sind.

Die ganze Schieberei geht natürlich zu Lasten der Studiendauer, die sich dann um mehrere Semester verlängert.

Wer darauf spekuliert, während der Semesterferien zu arbeiten, der sollte sich um einen gut bezahlten Job bemühen. Da die Klausurzeit vier Wochen andauert, die man auch braucht, um nochmal den ganzen Stoff zu pauken, hat man zwischen Winter- und Sommersemester etwa zwei Wochen frei und zwischen Sommer- und Wintersemester 8 Wochen. Das ist also nicht wirklich viel Zeit um ein ganzes Jahreseinkommen zu erwirtschaften.

Eine andere Möglichkeit zur Finanzierung während des Studiums sind Stipendien, wie das Aufstiegsstipendium oder BAföG, das es übrigens auch elternunabhängig gibt — so kann man zumindest während des Studiums einen Großteil seiner finanziellen Aufwendungen abfangen.

Zu guter Letzt sollte auch eine Alternative zum Vollzeitstudium nicht unerwähnt bleiben: Studiengänge an Berufsakademien kombinieren ein festes Gehalt durch Anstellung in einem Unternehmen mit einer akademischen Ausbildung mit Bachelorabschluss. Ein Studiengang, welcher der Medieninformatik inhaltlich ähnelt, ist z.B. Onlinemedien an der BA Mosbach.

< 01. June 2011, 11:52 Uhr

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